Das ist ein Blogg. Soso... mein erstes Mal!
Ich habe mich gegen Rundmail und für das Bloggen entschieden, so kann jeder frei entscheiden, wann und wieviel er von mir lesen will.
Heute ist Montag. Ich sitze in Perth in der Bibliothek. Seit gestern bin ich genau einen Monat in Australien. Zusammen mit Inga einfach raus. Spontan weg. Der Decke keine weitere Gelegenheit bieten weiterhin auf unsere Köpfe zu fallen.
Die wenigen Vorstellungen, die ich in Erwartung an diese Zeit aufgebaut habe, sind mittlerweile längst überholt. Nach unserer Landung wurde aus einer Woche Hostel in Perth zwei. Für den Roadtrip wurde die Ostküste mit der Westküste ausgetauscht. Aus meiner Suche nach einem passenden Auto wurde der Plan geschmiedet lieber eins zu leihen. Obwohl wir dringend das Bedürfnis hatten loszuziehen, haben wir beschlossen nach diesen 2 Wochen ersteinmal zu arbeiten. Nach diesen 2 Wochen Arbeit beschloss Inga alleine für sich die Reise zu bestreiten.
Aus dem gemeinsamen Roadmovie in meinem Kopf wird langsam ein eigener, persönlicher und individueller Trip. Von Erwartungen fange ich an mich zu lösen, versuche das Hier und Jetzt zu nehmen wie es kommt und ich kompensiere die innere Unruhe und Unsicherheit mit Neugier und Abenteuerlust. Es gelingt mir immer besser. Frei nach dem Motto: No worries, mate!
Ich glaube, noch bin ich nicht wirklich angekommen. Aber vielleicht erreicht man dieses Gefühl auch nicht, wenn man unterwegs ist. Jedenfalls wirken in mir hier Gedanken, Träume und Emotionen allgemein irgendwie intensiver. Verdrängung funktioniert auch nicht so gut, wenn man zwar was zu tun, aber nicht zu denken hat. Wenn man zum Beispiel in Kulin an einem Tisch 7 Stunden am Tag kleine Baum-Setzlinge sortiert, die Gedanken kreisen, bis man sich in ihnen verliert, es laufen Filme durch den Kopf, die Altes und Zukünftiges in allen Variationen beinhalten. Es gibt immer wieder Situationen, die mich mit mir selbst konfrontieren. Vielleicht ist das der Kontrast. Sich selbst kann man vielleicht am Besten kennenlernen, wenn man eine Reise beginnt, die nicht nur Urlaub, sondern auch Alltag bedeutet - ohne ein festes Zuhause, ohne festen Rückhalt von Freunden ohne die gewohnte Kontinuität-.
Ja so philosophiere ich hier vor mich hin und genieße die Zeit, die mir hier unendlich scheint sowie die Ruhe und Gelassenheit der Menschen in dieser Stadt. Der Abstand tut gut.
Der nächste Plan treibt mich daher auch wieder nach draußen. Nächste Woche gehts ins richtige Nirgendwo. Ich allein, zwei Wochen ins Outback, noch weiter ins Landesinnere als die Stadt Kalgoorlie liegt, auf eine Farm, teil der Familie sein und fern von Gewohntem Neues entdecken.
Ich bin gespannt wie das wird!
Ahoi
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