So... da bin ich wieder! Nach meinem Wochenende zurück in Perth, habe ich mich am Montag bei der Dame von der Jobagency für den Kontakt zu Karen in der Wüste bedankt... unerwartet kam es dazu, dass sie mich zu einem bezahlten Farmjob für zwei Monate quasi überredet hat. Überredet deswegen, weil ich ursprünglich eher mit dem Gedanken gespielt habe weiterzureisen und nicht vorhatte an ein und demselben Ort länger zu bleiben. Nun ja... Da ich aber wieder mal den verführerischen Gedanken verspüre, auf eigenen vier Rädern diese Reise fortzuführen, diese Entscheidung mit etwas mehr finanziellem Rückhalt leichter fällt, sowie auch in Ruhe – ohne weiter Hostelgebühren auszugeben – Land und Leute auf mich wirken zu lassen, und langsam selbst anzukommen... deswegen habe ich die Chance ergriffen auf der Farm ein bisschen frischen Fahrtwind zu schnuppern. Denn meine Aufgaben umfassen vor allem den Jeep und Traktor zu fahren, sowie Moped.
All das war eine sehr spontane Sache. Einen Tag später, am Dienstag also, gings direkt los. Und nun bin ich, seit dem 25.Mai, auf einer Farm in der Nähe von Perenjori einer Kleinstadt/ Dorf, mit Schafen, Hühnern, Katzen, einem Hund und zwei Känguru-Babys.
Ich kann nicht sagen, wie viele Katzen hier sind - da ich den ganzen Tag draußen bin, habe ich zum Glück kaum Probleme mit meiner Allergie - Karen (hehe... die Frauen haben hier alle den gleichen Namen), ist eine aufgeschlossene, humorvolle und fürsorgliche Frau, die alle Tiere aufnimmt, hegt und pflegt. Wally ist eines ihrer, schon wieder in der Freiheit lebenden, Schützlinge.
Er kommt immer mal wieder zum Besuch vorbei und greift sich seine Schale Haferflocken ab. So herzlich wurde ich direkt wie ein zusätzliches Mitglied der Familie aufgenommen und mit verpflegt und kann neben all den tollen Sachen noch meine Reisekasse aufbessern. Es ist schwer zusammenzufassen, was ich hier den ganzen Tag tue... Wir brennen Felder nieder, sähen mit dem Traktor, treiben Schafe und tun alles, was dafür organisiert werden muss.

Über die großen, weiten Felder zu fahren mit der Sonne auf dem Gesicht und frischem Wind, der um die Nase weht genieße ich also die kommenden Tage und Wochen das Farmleben in dem langsam kälter werdenden Australien. Noch spüre ich keine Hummeln im Hintern mich in Richtung Sonne weiterzubewegen. Eigentlich genieße ich diese Frische, die mich irgendwie an die Urlaube an der Ostsee erinnert. Dennoch spüre ich, dass ich mich nicht im Outback befinde. Zur nächsten Stadt sind es ca. 20 min mit dem Auto, was gut ist, um zum Beispiel fix Ersatzteile für den großen Traktor heranzuholen. Den sind wir immer noch dabei zu reparieren und es wird wohl heute vollbracht werden... Das Grundstück ist übersichtlich, sodass ich langsam auch alleine losgeschickt werde, um die Schafe zu füttern, den Wassertank zu checken oder die Tränken zu säubern.
Ach Liebes, wie schön ist es zu sehen, dass es dir gut geht :-)
AntwortenLöschenBei den vielen schönes neuen Fotos und dem Lesestoff bekomme selbst ich Fernweh ...
Wir vermissen dich!
:-*
trixie
hey süße, es freut mich total, dass du deinen traum vom farmleben erfüllen konntest. genieße deine zeit in volle zügen. küsschen inga
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